Bauchfett nach dem sechzigsten lebensjahr hängt stärker mit hormonellen verschiebungen als mit ernährung zusammen
Das Bauchfett, das viele Frauen nach dem 60. Lebensjahr bemerken, hat mehr mit hormonellen Veränderungen zu tun als mit der Ernährung. Die Wechseljahre verändern den Körper grundlegend. Dabei wandelt sich die Körpermitte, was nicht immer nur auf Essgewohnheiten zurückzuführen ist.
Hormonelle Schwankungen verursachen das Wachstum des ungeliebten Bauchs. Das betrifft oft auch schlanke Frauen und kann sich als echtes Gesundheitsrisiko entpuppen. Ein genauer Blick auf die Ursachen und was dagegen hilft, lohnt sich.
Bauchfett nach 60: Warum Hormone wichtiger sind als Ernährung
Im Alter sinkt die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron drastisch. Besonders nach der Menopause fällt Östrogen schlagartig ab. Übrig bleibt Testosteron, dessen Einfluss Fett im Bauchraum fördert. Die typische Frauenfigur wird so langsam „maskuliner“. Die Taille verschwindet, der Bauch wächst.
Die Umstellung führt zudem zu einem langsamerem Stoffwechsel und einem Verlust der Muskelmasse. Muskeln verbrennen mehr Energie als Fett, weshalb bei gleicher Kalorienzufuhr automatisch mehr Fett angesetzt wird. Das erklärt, warum viele Frauen trotz gleicher Ernährung zunehmen.
Viszeralfett – das gefährliche Bauchfett
Viszerales Fett lagert sich tief zwischen den Bauchorganen ab und ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Dieses Fett gilt inzwischen als hormonaktives Organ. Es produziert Substanzen, welche den Appetit steigern und so eine Gewichtszunahme weiter anheizen.
Dieses Fett erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck. Es begünstigt zudem Entzündungen im Körper, die unbemerkt das Herz-Kreislaufsystem schädigen können. Ein fehlender Schutz durch Östrogen nach der Menopause verstärkt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Woran erkennt man gefährliches Bauchfett?
Der BMI täuscht oftmals, da er zwischen Muskel- und Fettmasse nicht unterscheidet. Auch Körperfettwaagen können nicht zeigen, wo das Fett sitzt. Viszerales Bauchfett bleibt oft unsichtbar, selbst bei Normalgewicht.
Um das Risiko besser einzuschätzen, ist die Messung des Taillenumfangs sinnvoll. Die sogenannten Waist-to-height- und Waist-to-hip-Ratios geben Aufschluss. Werte über 0,6 bzw. 0,85 deuten auf ungesundes Fett im Bauchbereich hin.
Warum trifft es manche Frauen mehr?
Die Veranlagung spielt eine Rolle – einige Frauen lagern von Natur aus mehr Fett rund um die Körpermitte ein. Aber auch chronischer Stress, der durch das Wechselspiel von Hormonen verstärkt wird, löst eine Cortisolausschüttung aus. Das erschwert die Fettverbrennung zusätzlich.
Mangelnde Bewegung und Gelenkschmerzen durch Östrogenmangel tun ihr Übriges. Die Folge: Muskeln schwinden, Fett lagert sich leichter ein. Ungesunde Ernährung mit Fast Food lässt viel zu oft das Zünglein an der Waage kippen.
Maßnahmen gegen den Meno-Bauch
Es hilft nur eine Kombination aus Ernährung, Bewegung und Entspannung. Pflanzliche Kost, gute Fette und Proteine schützen vor Muskelabbau und sättigen besser. Crash-Diäten sind nicht nur ineffektiv, sie können den Stoffwechsel noch mehr durcheinanderbringen.
Krafttraining ist ein Muss, um die Muskelmasse zu erhalten. High-Intensity-Training fördert Muskeln und damit den Grundumsatz besser als reines Ausdauertraining. Sanfte Bewegungen trotz Gelenkproblemen können auch viel bewirken.
Stress abbauen – unerlässlich!
Regelmäßige Entspannungsübungen wie Meditation, Atemtechniken oder Spaziergänge helfen, das Stresshormon Cortisol zu senken. Besserer Schlaf unterstützt die Körperfunktion und den Fettabbau. Schon ein paar Minuten täglich machen einen Unterschied.
Eine Hormonersatztherapie kann bei manchen Frauen Wechseljahresbeschwerden mildern und möglicherweise Bauchfett reduzieren. Doch sie ist keine Wunderwaffe gegen Übergewicht und wird meist nur kurzfristig angewendet.
Lena Wagner ist die Seele des Blogs. Als echte Münchnerin mit einem Händchen für die feinen italienischen Aromen, teilt sie ihre Liebe zur perfekten Pizza und zur bayerischen Gastlichkeit. Lena weiß, wie man herzhafte Tradition und mediterrane Leichtigkeit harmonisch verbindet. Sie gibt hier die besten Tipps, neue Kreationen und alles über unsere Spezialitäten.
Comments
Leave a comment